
Mittenwald · Almabtrieb
Mittenwald, bekannt für seinen historischen Geigenbau, schließt die alpine Herbstsaison mit dem Almabtrieb der Rinder ab: An einem Sonntag Mitte September treffen die Herden gegen Mittag am Festplatz am Riedboden ein, parallel dazu läuft ein Almfest mit Musik und regionalen Speisen.
Der Ort liegt an der Bahnstrecke München–Innsbruck und ist damit einer der am besten mit der Bahn erreichbaren Almabtriebe in Oberbayern.
Das nächste Almabtrieb Mittenwald beginnt am 20.09.2026 – in 17 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 20.09.2026 | 1 Tage | Termin steht |
| 2027 | 19.09.2027 | 1 Tage | voraussichtlich |
So wird der Termin bestimmt
Liegt traditionell am dritten Sonntag im September, nach den vorangehenden Ziegen- und Schafabtrieben.
Gegen 12 Uhr trifft die Rinderherde am Festplatz am Riedboden ein, begleitet von Musik und, sofern der Sommer unfallfrei verlief, einem geschmückten Leittier. Parallel zum Almabtrieb findet ein Almfest mit Blasmusik, regionalen Speisen und Getränken statt, das sich bis in den Nachmittag zieht. Am Festplatz Riedboden sorgen zusätzlich Marktstände mit regionalen Produkten aus dem Karwendel für ein Rahmenprogramm.
In Mittenwald reiht sich der Rinder-Almabtrieb in eine ganze Folge herbstlicher Alptermine ein: Bereits Anfang September kommen zunächst die Ziegen, rund eine Woche später die Schafe und erst gegen Monatsende die Rinder von den Almen im Karwendel zurück. Der Ort im Werdenfelser Land ist damit einer der wenigen, an dem sich die verschiedenen Alptiere zeitlich klar getrennt beobachten lassen. Die Geigenbauschule Mittenwald, gegründet 1858, prägt bis heute das Ortsbild und sorgt dafür, dass Besucher den Almabtrieb oft mit einem Museumsbesuch verbinden.
Das Besondere
Mittenwald ist einer der wenigen Orte, in denen Ziegen-, Schaf- und Rinderabtrieb an jeweils eigenen Terminen im September stattfinden, was Besuchern einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in die unterschiedlichen Almtiere der Region erlaubt. Die Lage am Fuß des Karwendelgebirges, direkt an der Grenze zu Tirol, gibt dem Mittenwalder Almabtrieb eine besonders alpine Kulisse.
Der Festplatz am Riedboden liegt am Ortsrand von Mittenwald und ist vom Bahnhof Mittenwald an der Strecke München–Innsbruck fußläufig oder mit kurzer Busfahrt erreichbar. Für PKW stehen Parkflächen am Festplatz zur Verfügung, an Veranstaltungstagen ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen im Ortskern zu rechnen. Von Garmisch-Partenkirchen aus verkehrt zusätzlich zur Bahn eine Regionalbuslinie, die auch am Festplatz Riedboden hält.
Gegen 12 Uhr trifft die Rinderherde am Festplatz am Riedboden ein; Ziegen- und Schafabtrieb finden bereits Anfang bis Mitte September an eigenen Terminen statt.
Nur wenn der Alpsommer ohne Unfall für Mensch oder Tier verlief, wird das Leittier festlich geschmückt; nach einem Unglück zieht die Herde ohne Schmuck ein.
An Parkflächen am Festplatz Riedboden, alternativ mit der Bahn bis Mittenwald an der Strecke München–Innsbruck.
Ja, der Almabtrieb und das Zuschauen am Festplatz sind kostenlos.
Ja, insbesondere in Kombination mit den kleineren Terminen für Ziegen und Schafe im selben Monat. Der Festplatz Riedboden bietet ausreichend Platz, sodass auch bei größerem Andrang genug Raum für Familien mit Kindern bleibt.
Alle Terminangaben stehen unter Wettervorbehalt; kam ein Tier auf der Alm zu Schaden, entfällt lediglich der Schmuck des Leittiers, nicht der Abtrieb selbst.
Das parallele Almfest mit Musik läuft bis in den Nachmittag.
Bild oben: Strubbl · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons