
Aying · Starkbierfest
Der Ayinger Bockbieranstich findet im Bräustüberl der Privatbrauerei Ayinger im Landkreis Rosenheim statt.
Die Brauerei zapft dort ihren dunklen Bock an und öffnet das Bräustüberl für ein Wochenende mit bayerischer Blasmusik und deftiger Küche. Das Fest gehört zu den kleineren, aber überregional bekannten Starkbierterminen im Münchner Umland, weil Ayinger Biere weit über Bayern hinaus verkauft werden. Wer die Fastenzeit mit einem Ausflug aufs Land verbinden will, findet hier ein familiäres Gegenstück zu den großen Münchner Kellern.
Das nächste Ayinger Bockbieranstich beginnt am 12.03.2027 – in 190 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2027 | 12.–13. März 2027 | 2 Tage | voraussichtlich |
So wird der Termin bestimmt
Findet an einem Wochenende Mitte März im Ayinger Bräustüberl statt, der genaue Termin wird jährlich von der Brauerei festgelegt.
Am Nachmittag öffnet das Bräustüberl seine Türen, meist mit einem Fassanstich durch einen Vertreter der Brauerei zu Beginn des Programms. Danach spielt eine Blaskapelle bayerische Weisen, während der dunkle Bock und die anderen Ayinger Biere ausgeschenkt werden. Zur Brotzeit gibt es deftige Hausmannskost, an beiden Tagen ist der Betrieb bis in den späten Abend durchgehend geöffnet. Sonntags klingt das Fest gewöhnlich mit einem ruhigeren Frühschoppen aus.
Die Privatbrauerei Ayinger geht auf das Jahr 1877 zurück, als Johann Liebhard mit dem Bau der Brauerei im Dorf Aying begann. Seither ist die Brauerei in Familienbesitz und über die Landkreisgrenzen hinaus für ihr Bockbier und ihren naturtrüben Zwickl bekannt. Das Bräustüberl direkt neben der Brauerei dient seit Jahrzehnten als Ausschank für die Biere des Hauses und als Ort der saisonalen Anstiche. Wann genau der erste eigenständige Bockbieranstich mit Programm im Bräustüberl stattfand, ist öffentlich nicht dokumentiert.
Das Besondere
Anders als die großen Münchner Starkbierfeste bleibt der Ayinger Bockbieranstich ein überschaubares Dorffest direkt an der Brauerei, ohne Festzelt und ohne politisches Derblecken. Die Nähe zur Produktionsstätte und der direkte Bezug zur Familienbrauerei unterscheiden das Fest von den städtischen Kellern.
Das Ayinger Bräustüberl liegt an der Münchener Straße 2 in Aying, direkt im Ortskern und wenige Schritte von der Brauerei entfernt. Mit der Bahn erreicht man Aying über die Meridian-Regionalbahn Richtung Rosenheim, der Bahnhof liegt in kurzer Gehdistanz zum Bräustüberl. Parkplätze sind im Dorf begrenzt, an Festtagen empfiehlt sich daher die Anreise mit der Bahn. Von München aus dauert die Fahrt mit dem Auto über die B304 rund 30 Minuten.
Der ausgeschenkte dunkle Bock liegt wie bei den meisten bayerischen Starkbieren im Bereich von über 16 Prozent Stammwürze, was ihm einen höheren Alkoholgehalt als das gewöhnliche Helle gibt.
Einen klassifizierten Kartenvorverkauf gibt es nicht, an den Haupttagen wird jedoch ein Eintritt erhoben und eine Tischreservierung ist ratsam, weil das Bräustüberl schnell voll wird.
Konkrete Getränkepreise für 2027 stehen noch nicht fest, sie orientieren sich erfahrungsgemäß am Preisniveau eines gehobenen bayerischen Wirtshauses.
Die Anreise mit der Meridian-Bahn von München nach Aying dauert rund 30 Minuten, das ist wegen der begrenzten Parkplätze und des Alkoholkonsums vor Ort die praktischste Option.
Ja, das Bräustüberl bietet durchgehend bayerische Küche mit Brotzeiten und warmen Gerichten an.
Anders als am Nockherberg oder in Rosenheim gibt es in Aying kein politisches Derblecken, im Vordergrund stehen Musik und Geselligkeit.
Bild oben: Jonathan Grundmann · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons