
Coburg · Historisches Fest
Das Coburger Vogelschießen ist das älteste und größte Volksfest der Vestestadt und läuft rund zehn Tage auf dem Ketschenanger.
Getragen wird es von der Schützengesellschaft Coburg 1354, deshalb stehen Einzug der Schützen, Festzug und Königsproklamation gleichberechtigt neben Fahrgeschäften und Biergarten. Der Eintritt aufs Gelände ist frei.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 31. Juli – 9. August 2026 | 10 Tage | vorbei |
So wird der Termin bestimmt
Meist Ende Juli bis Anfang August.
Das Fest beginnt an einem Freitag mit dem Einzug der Schützen und dem Bieranstich durch den Oberbürgermeister. Am Sonntag zieht ein großer Festzug mit Fahnen durch die Altstadt. Auf dem Ketschenanger stehen über 60 Schausteller- und Gastronomiebetriebe, dazu ein Bierbereich mit Festzelt beziehungsweise Biergarten und ein Angebot an fränkischer Küche. Traditionelles Armbrustschießen bleibt Teil des Programms. Der Mittwoch ist Kinder- und Familientag mit ermäßigten Fahrpreisen, dazu gibt es einen Kinderbummelpass mit Vergünstigungen. An zwei Abenden wird ein Feuerwerk abgebrannt. Zum Abschluss stehen die Proklamation der Schützenkönige und ein Zug zum Rathaus an.
Die Schützengesellschaft führt ihre Geschichte auf 1354 zurück, als Markgraf Friedrich der Strenge Kunz Ecker zum Schieß- und Waffenmeister der Veste Coburg bestellte. 1599 erließ Herzog Johann Casimir eine Schießordnung mit 26 Artikeln und regelmäßigen Festen, 1606 wurde das Schießhaus Stahlhütte am heutigen Schlossplatz eingeweiht. Dreißigjähriger Krieg und Pest unterbrachen die Feste bis 1637, 1682 wurden sie wieder aufgenommen. 1714 entstand ein neues Schießhaus auf dem Anger. Um 1820 war aus dem Schützenfest ein Volksfest geworden. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte es 1951 wieder auf.
Das Besondere
Volksfest und Schützenfest in einem: Der Ketschenanger gehört zehn Tage lang den Schaustellern, das Programm folgt aber dem Rhythmus der Schützengesellschaft mit Einzug, Armbrustschießen und Königsproklamation. Lokal wird das Fest gern als kleines Oktoberfest bezeichnet.
Festplatz ist der Ketschenanger an der Schützenstraße, südlich der Coburger Altstadt. Vom Bahnhof Coburg ist das Gelände zu Fuß erreichbar, die Stadtbusse halten in der Nähe. Wer mit dem Auto anreist, nutzt die Parkplätze und Parkhäuser am Rand der Innenstadt und geht das letzte Stück zu Fuß. An den Feuerwerkabenden und an den Wochenenden lohnt es sich, deutlich früher da zu sein, weil sich Zufahrten und Parkflächen schnell füllen.
Der Name kommt aus dem Schützenbrauch, bei dem auf einen hölzernen Vogel geschossen wurde. Träger des Fests ist bis heute die Schützengesellschaft Coburg 1354. Zum Abschluss werden die Schützenkönige proklamiert.
Auf dem Ketschenanger an der Schützenstraße, südlich der Coburger Altstadt. Der Platz ist vom Bahnhof Coburg zu Fuß erreichbar. Der Zutritt zum Festgelände ist kostenlos.
Die Schützengesellschaft führt ihre Wurzeln auf 1354 zurück, geregelte jährliche Feste gibt es seit der Schießordnung von 1599. Zum Volksfest wuchs die Veranstaltung um 1820. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie 1951 wiederbelebt.
Nein, der Zugang zum Festgelände ist frei. Bezahlt wird nur für Fahrgeschäfte, Spiele, Essen und Getränke. Die Preise setzen die einzelnen Betriebe fest.
Ja. Am Sonntag zieht ein großer Festzug mit Fahnen durch die Coburger Altstadt. Zum Auftakt am Freitag gibt es außerdem den Einzug der Schützen mit anschließendem Bieranstich.
Ein Vergünstigungsheft für Kinder, mit dem Fahrgeschäfte und Buden günstiger genutzt werden können. Zusammen mit dem Familientag am Mittwoch macht er das Fest für Familien deutlich günstiger.
Bild oben: Überfranke · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons