
Fürth · Kirchweih
Die Michaelis-Kirchweih, in Fürth nur "Kärwa" genannt, ist die größte Straßenkirchweih Deutschlands.
Zwölf Tage lang verwandelt sich die komplette Fürther Innenstadt in einen durchgehenden Festplatz mit Fahrgeschäften, Buden und Ständen. Rund 1,5 Millionen Besucher kommen jedes Jahr - Bierzelte gibt es dabei keine.
Das nächste Fürther Michaelis-Kirchweih beginnt am 03.10.2026 – in 31 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 3.–14. Oktober 2026 | 12 Tage | Termin steht |
| 2027 | 2.–13. Oktober 2027 | 12 Tage | voraussichtlich |
So wird der Termin bestimmt
Beginnt am Michaelistag (29.09.) oder dem folgenden Samstag, dauert zwölf Tage.
Die Kärwa beginnt am Michaelistag oder am folgenden Samstag und läuft zwölf Tage. Sie hat keinen zentralen Festplatz: Fahrgeschäfte, Imbiss- und Warenstände ziehen sich über rund 42.000 Quadratmeter durch die Fürther Innenstadt, aneinandergereiht wären es fast drei Kilometer Budenfront. Im Angebot steht alles vom Riesenrad und Kinderkarussell bis zu Hochgeschwindigkeitsfahrgeschäften, dazu Handwerkswaren, Kräuter und Gewürze, Süßigkeiten und Spielbuden. Höhepunkt ist der Erntedankfestzug am zweiten Sonntag mit rund 90 Gruppen und mehreren tausend Teilnehmern, dem über 100.000 Zuschauer an der Strecke folgen. Dazu kommen Führungen, der "Betz'n-Tanz" und die traditionelle Heiratslotterie.
Die Kirchweih geht auf die Weihe der Fürther Michaelskirche zurück, die um 1100 errichtet wurde; als Gründungsdatum wird meist 1127 genannt. Damit ist die Kärwa über 900 Jahre alt. Die älteste bekannte Darstellung des Kirchweihbaums stammt aus dem Jahr 1624. Aus dem kirchlichen Weihefest wurde über die Jahrhunderte ein Straßenfest, das die gesamte Innenstadt einnimmt. 2018 wurde die Michaelis-Kirchweih in das bayerische und anschließend in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Das Besondere
Die Fürther Kärwa kommt ohne Bierzelte aus - getrunken und gegessen wird an Ständen und in den Wirtschaften der Innenstadt. Sie ist die größte Straßenkirchweih Deutschlands und steht seit 2018 auf der Liste des immateriellen Kulturerbes.
Die Kärwa liegt komplett in der Fürther Innenstadt, ein separater Festplatz existiert nicht. Anreise am besten mit der U-Bahn U1, die von Nürnberg direkt bis Fürth Rathaus und Fürth Hauptbahnhof fährt und an Sonn- und Feiertagen dichter getaktet ist. Zahlreiche Buslinien fahren während der Kirchweih Umleitungen, einzelne Haltestellen entfallen; das Abendangebot wird verstärkt. Für die Anreise gibt es ein eigenes Kirchweih-Ticket im VGN-Verbund. Mit dem Auto wird es eng: die Innenstadt ist gesperrt, Parken nur in den Parkhäusern am Rand.
O´zapft is!: Fürther Kärwa ist gestartet · Quelle: Franken Fernsehen. Das Video wird erst nach einem Klick geladen – vorher besteht keine Verbindung zu YouTube.
Sie geht auf die Weihe der Fürther Michaelskirche zurück und beginnt am Namenstag des Erzengels Michael, dem 29. September, oder am folgenden Samstag. Der Name verweist also auf den kirchlichen Ursprung des Fests. In Fürth selbst heißt sie schlicht "Kärwa".
Sie ist die größte Straßenkirchweih Deutschlands mit rund 1,5 Millionen Besuchern. Die Stände und Fahrgeschäfte belegen etwa 42.000 Quadratmeter Innenstadtfläche; aneinandergereiht ergäben sie fast drei Kilometer. Das Fest dauert zwölf Tage.
Nein. Das unterscheidet die Michaelis-Kirchweih von den meisten bayerischen Volksfesten. Gegessen und getrunken wird an Ständen und in den Wirtschaften der Innenstadt.
Der Erntedankfestzug findet am zweiten Sonntag der Kirchweih statt und ist der Höhepunkt des Fests. Rund 90 Gruppen mit mehreren tausend Teilnehmern ziehen durch die Stadt, über 100.000 Zuschauer stehen an der Strecke. Für den Zug werden mehrere Buslinien umgeleitet.
Am besten mit der U-Bahn U1, die von Nürnberg bis Fürth Rathaus und Fürth Hauptbahnhof durchfährt. Sonn- und feiertags fährt sie dichter. Mehrere Buslinien werden während der Kirchweih umgeleitet; die Innenstadt ist für den Autoverkehr gesperrt.
Ja. 2018 wurde die Michaelis-Kirchweih in das bayerische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, im selben Jahr folgte die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis. Begründet wird das mit dem Alter und der lebendigen Festkultur.
Bild oben: Nemracc · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons