
Dinkelsbühl · Volksfest
Die Kinderzeche in Dinkelsbühl erinnert an eine Legende aus dem Dreißigjährigen Krieg, nach der Kinder der Stadt 1632 deren Zerstörung durch schwedische Truppen verhindert haben sollen.
Rund zehn Tage im Juli bestimmen Festspiel, Kinderumzug und ein begleitendes Volksfest mit Fahrgeschäften das Bild der historischen Altstadt. Seit 2016 zählt die Kinderzeche zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Für Familien mit Kindern ist die Kinderzeche zugleich ein Anlass, die von einer vollständigen Stadtmauer umgebene Altstadt Dinkelsbühls bei Tag und bei abendlicher Beleuchtung zu erleben.
Das nächste Kinderzeche beginnt am 16.07.2027 – in 316 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2027 | 16.–25. Juli 2027 | 10 Tage | voraussichtlich |
So wird der Termin bestimmt
Findet an den Wochenenden um den dritten Montag im Juli statt und dauert rund zehn Tage.
Über die Festtage finden mehrere Aufführungen des historischen Festspiels statt, dazu Festzüge an beiden Sonntagen und am Kirchweihmontag. Rund 1.100 Schülerinnen und Schüler aller Dinkelsbühler Schulen der ersten bis achten Klasse ziehen in historischen Kostümen durch die Stadt, begleitet von Reichsstadt- und Schwedenlager als Zeltstädten. Parallel läuft ein klassisches Volksfest mit Fahrgeschäften. Am Dienstag erhalten die Kinder ihre traditionelle Kinderzech-Gucke als Erinnerungstüte. Genaue Spielzeiten des Festspiels und die Route der Festzüge veröffentlicht der Kinderzeche-Verein jedes Jahr rechtzeitig vor Festbeginn auf seiner Internetseite.
Die Legende führt in das Jahr 1632, als Dinkelsbühl im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen bedroht war und Kinder die Belagerer mit einer Bittprozession umgestimmt haben sollen. Als Schulfest ist die Kinderzeche seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert, ihre heutige Form als historisches Festspiel erhielt sie um 1897. Seit 2016 ist sie als immaterielles Kulturerbe in Deutschland anerkannt. Anders als reine Bierzelt-Kirchweihen verbindet Dinkelsbühl mit der Kinderzeche eine lokale Erinnerungskultur an den Dreißigjährigen Krieg mit dem alltäglichen Schulleben der Stadt, was dem Fest seinen besonderen Charakter gibt.
Das Besondere
Anders als reine Bierzelt-Kirchweihen steht in Dinkelsbühl das historische Festspiel mit rund 1.100 beteiligten Schulkindern im Zentrum, das Volksfest mit Fahrgeschäften ist Beiwerk. Die Auszeichnung als immaterielles Kulturerbe unterstreicht die überregionale Bedeutung des Festes. Die Beteiligung fast aller Dinkelsbühler Schulen macht die Kinderzeche zu einem generationenübergreifenden Stadtereignis, das weit über ein reines Touristenspektakel hinausgeht.
Die Kinderzeche findet in der historischen Altstadt von Dinkelsbühl statt, die als Fußgängerbereich am besten zu Fuß zu erlangen ist. Größere Parkplätze liegen außerhalb der Stadtmauern; von dort sind es wenige Gehminuten bis zu Festspielhaus, Festzug-Route und Volksfestgelände. Der nächste Bahnanschluss liegt in Dombühl, von dort verkehren Busse nach Dinkelsbühl. Von Dombühl aus, dem nächstgelegenen Bahnhof an der Strecke Nürnberg–Crailsheim, verkehren Busse direkt in die Dinkelsbühler Altstadt.
Ein historisches Festspiel, das an die legendäre Rettung Dinkelsbühls durch Kinder im Jahr 1632 erinnert, mit begleitendem Volksfest.
Vom 17. bis 26. Juli 2026, rund um den dritten Montag im Juli.
Das Festgelände mit Fahrgeschäften ist frei zugänglich, für die Festspiel-Aufführung wird Eintritt erhoben.
Rund 1.100 Schülerinnen und Schüler aller Dinkelsbühler Schulen in historischen Kostümen.
Eine traditionelle Tüte mit Süßigkeiten, die die Kinder am Dienstag der Festwoche erhalten.
Mit dem Auto über die Parkplätze außerhalb der Stadtmauern oder mit dem Bus vom Bahnhof Dombühl.
Ja, seit 2016 steht sie auf der bundesweiten Liste des immateriellen Kulturerbes.
In der Altstadt und auf dem Volksfestgelände sind angeleinte Hunde erlaubt, im Festspielhaus während der Aufführung nicht.
Die Festzüge finden in der Regel auch bei leichtem Regen statt, bei starkem Unwetter können einzelne Aufführungen verschoben werden.
Bild oben: Ursula Jaeger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons