
Memmingen · Jahrmarkt
Der Memminger Jahrmarkt legt sich jedes Jahr im Oktober über die halbe Memminger Altstadt: Fahrgeschäfte und Buden auf mehreren Plätzen, dazu ein dreitägiger Krämermarkt entlang der Maximilianstraße.
Es ist kein Bierzelt-Volksfest, sondern ein Stadtfest im Wortsinn und gilt als größter Jahrmarkt in einer süddeutschen Innenstadt.
Das nächste Memminger Jahrmarkt beginnt am 10.10.2026 – in 38 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 10.–18. Oktober 2026 | 9 Tage | Termin steht |
So wird der Termin bestimmt
Meist Mitte Oktober.
Der Jahrmarkt teilt sich in zwei Abschnitte. Der Rummel mit Fahrgeschäften, Spielbuden und Essensständen läuft über neun Tage, von Samstag bis zum Sonntag nach dem Gallustag. Er verteilt sich über den St.-Josefs-Kirchplatz, den Königsgraben, den Kaisergraben, den Westertorplatz und den Schweizerberg. Eröffnet wird traditionell mit einer Fanfare des Marktmeisters und einer Ansprache des Oberbürgermeisters, der danach meist selbst eine Runde fährt. Der Krämermarkt läuft nur von Dienstag bis Donnerstag und zieht sich vom Roßmarkt über den Weinmarkt und die Maximilianstraße bis zum Hallhof; verkauft werden Haushaltswaren, Keramik, Textilien, Lederwaren und Schmuck. Dazu kommen ein verkaufsoffener Sonntag und ein Familientag mit ermäßigten Fahrpreisen.
Der Markt ist urkundlich weit zurück belegt. 1286 erhielt Memmingen von König Rudolf von Habsburg das Recht auf einen Wochenmarkt; ein Jahrmarkt bestand vermutlich seit dem 14. Jahrhundert. Am 14. Juli 1541 erlaubte Kaiser Karl V. die Verlegung des Jahrmarkts vom Ulrichstag Anfang Juli auf einen Termin im Oktober, weil die Bauern im Sommer auf den Feldern gebraucht wurden. Seitdem liegt er rund um den Gallustag am 16. Oktober. 1806 wuchs der Markt über den Marktplatz hinaus, ab 1901 kamen weitere Flächen dazu. Unterbrochen wurde er nur in den beiden Weltkriegen; seit 1946 läuft er wieder ohne Lücke.
Das Besondere
Der Jahrmarkt findet mitten in der Altstadt statt, nicht auf einem Festplatz am Stadtrand, und kommt ohne Bierzelt aus. Der Termin richtet sich seit 1541 nach dem Gallustag am 16. Oktober. Mit über 150.000 Besuchern in einer Stadt von rund 40.000 Einwohnern ist er das größte Ereignis im Memminger Jahr.
Der Jahrmarkt verteilt sich über mehrere Plätze der Memminger Altstadt, unter anderem St.-Josefs-Kirchplatz, Königsgraben, Kaisergraben, Westertorplatz und Schweizerberg; der Krämermarkt liegt an Roßmarkt, Weinmarkt, Maximilianstraße und Hallhof. Vom Bahnhof Memmingen sind es wenige Gehminuten in die Altstadt, die Anreise mit der Bahn ist deshalb die einfachste Variante. Autofahrer nutzen die Parkhäuser und Parkplätze am Altstadtrand; während des Markts sind mehrere Innenstadtstraßen gesperrt und Parkflächen belegt, also mit Umwegen rechnen.
Der Rummel beginnt traditionell am Samstag vor dem Gallustag, dem 16. Oktober, und läuft bis zum Sonntag danach, insgesamt neun Tage. Der Krämermarkt liegt auf Dienstag bis Donnerstag in dieser Woche. Die genauen Daten veröffentlicht die Stadt Memmingen.
Mitten in der Altstadt, verteilt auf St.-Josefs-Kirchplatz, Königsgraben, Kaisergraben, Westertorplatz und Schweizerberg. Der Krämermarkt zieht sich zusätzlich über Roßmarkt, Weinmarkt, Maximilianstraße und Hallhof.
Nein. Der Jahrmarkt findet im öffentlichen Raum statt und ist frei zugänglich. Bezahlt wird nur an den Fahrgeschäften, Buden und Marktständen.
Der Jahrmarkt ist der Rummel mit Fahrgeschäften und Buden über neun Tage. Der Krämermarkt ist ein reiner Warenmarkt und läuft nur von Dienstag bis Donnerstag mit Ständen für Haushaltswaren, Textilien, Keramik und Schmuck.
In den Parkhäusern und auf den Parkplätzen am Rand der Altstadt. Während des Markts sind Teile der Innenstadt gesperrt und einige Parkflächen belegt. Wer kann, reist mit der Bahn an, der Bahnhof liegt wenige Gehminuten entfernt.
Nein. Der Memminger Jahrmarkt ist ein Innenstadtmarkt ohne großes Festzelt. Bewirtet wird an Ständen, Buden und in der umliegenden Gastronomie.
Bild oben: Maustadt · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons