
Neuburg an der Donau · Historisches Fest
Das Neuburger Schloßfest verwandelt die Altstadt an der Donau alle zwei Jahre in eine Renaissancestadt.
Historischer Markt, Turnierspiele, Hofleben zur Zeit des Pfalzgrafen Ottheinrich und ein Feuertheater an der Donau ziehen zehntausende Besucher an. Es gilt als größtes Renaissancefest im deutschsprachigen Raum.
Das nächste Neuburger Schloßfest beginnt am 25.06.2027 – in 296 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2027 | 25. Juni – 4. Juli 2027 | 10 Tage | Termin steht |
So wird der Termin bestimmt
Alle zwei Jahre (ungerade Jahre), Ende Juni bis Anfang Juli.
Das Fest beginnt mit der Ankunft der fürstlichen Gäste an der Donaulände und ihrem Einzug in die Altstadt. Danach lebt die Stadt zwei verlängerte Wochenenden lang in der Renaissance: ein historischer Markt mit rund 150 Ständen zieht sich durch die Gassen, Handwerker arbeiten vor Publikum, Fanfarenzüge und Musikgruppen spielen auf. Auf dem Turnierplatz zeigen Reitergruppen Kampf- und Geschicklichkeitsspiele, im Schlosshof wird der Steckenreitertanz aufgeführt. Am Hof Ottheinrichs inszenieren Laienspielgruppen Szenen aus dem höfischen Alltag. Höhepunkt am Abend ist das Feuertheater an der Donau, bei dem Pyrotechnik zu Musik choreografiert wird. Zum Abschluss zieht ein großer Festzug durch die Stadt.
Neuburg an der Donau war Hauptstadt des Fürstentums Pfalz-Neuburg, und das Schloßfest greift genau diese Renaissancezeit auf. Initiiert wurde es in den 1970er Jahren von einer Gruppe um Fritz von Philipp, Fritz Seebauer, Norbert Hohenester, Matthias Schieber, Anton Sprenzel und den damaligen Bürgermeister Theo Lauber; die Quellen nennen unterschiedliche Gründungsjahre. Anfangs fand das Fest jährlich statt, seit 1983 läuft es im Zweijahresrhythmus. Über die Jahrzehnte wuchs es von einem lokalen Stadtfest zum größten Renaissancefest im deutschsprachigen Raum mit rund 55.000 Besuchern pro Wochenende. 2021 fiel es der Pandemie zum Opfer.
Das Besondere
Es gibt keine Fahrgeschäfte und keine Festzelte – das Schloßfest ist ein durchinszeniertes Historienfest mit Hunderten Mitwirkenden aus der Stadt. Die Kulisse ist echt: Renaissanceschloss, Altstadt und Donau. Weil es nur alle zwei Jahre stattfindet, ist der Andrang entsprechend groß.
Schauplatz ist die historische Altstadt von Neuburg an der Donau samt Schloss und Donaulände. Der Bahnhof Neuburg (Donau) liegt an der Strecke Ingolstadt–Donauwörth, von dort sind es wenige Minuten zu Fuß beziehungsweise mit dem Stadtbus in die Altstadt. Mit dem Auto kommt man über die B16, Parkplätze liegen außerhalb des Altstadtrings, der während des Festes weitgehend gesperrt ist. Wer aus Ingolstadt oder Donauwörth anreist, fährt an den Festtagen mit der Bahn deutlich entspannter.
Alle zwei Jahre, in den ungeraden Jahren. Gefeiert wird an zwei Wochenenden, dem letzten im Juni und dem ersten im Juli. Ursprünglich war es jährlich, seit 1983 gilt der Zweijahresrhythmus.
Ja, für das Festgelände wird Eintritt verlangt. Die aktuellen Preise und Kartenarten veröffentlicht der Verkehrsverein Freunde der Stadt Neuburg auf der offiziellen Festwebseite.
Nein. Viele Besucher kommen in historischer Gewandung, Pflicht ist es aber nicht. Wer mag, kann Kleidung vor Ort ausleihen oder sich bei den Marktständen ausstatten.
Eine abendliche Inszenierung an der Donau, bei der Pyrotechnik zu Musik choreografiert wird. Sie gilt als Höhepunkt des Festes und zieht die meisten Zuschauer an. Ein guter Standplatz will früh gesichert sein.
Ja. Handwerkervorführungen, Gaukler, Musik und die Turnierspiele funktionieren für Kinder gut. Fahrgeschäfte gibt es allerdings keine, das Fest ist ein Historienfest und kein Volksfest.
Neuburg an der Donau war Residenz und Hauptstadt des Fürstentums Pfalz-Neuburg. Prägend war Pfalzgraf Ottheinrich, dessen Hofhaltung das Fest nachstellt. Schloss und Altstadt stammen aus dieser Zeit.
Bild oben: Nicolas Vollmer from Munich [Allemagne] · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons