
Augsburg · Volksfest
Der Frühjahrsplärrer ist die Osterausgabe von Schwabens größtem Volksfest und läuft gut zwei Wochen auf dem Kleinen Exerzierplatz in Augsburg.
Drei feste Bierzelte, Hightech-Fahrgeschäfte und nostalgische Schaustellerbetriebe stehen dicht an dicht. Für viele Augsburger ist der Plärrer der eigentliche Frühlingsanfang.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 4.–19. April 2026 | 16 Tage | vorbei |
So wird der Termin bestimmt
Rund um Ostern, Beginn am Wochenende vor dem Ostersonntag, gut zwei Wochen.
Der Frühjahrsplärrer beginnt am Wochenende vor Ostern und läuft gut zwei Wochen. Eröffnet wird mit dem Bieranstich durch den Bürgermeister in einem der Festzelte, anschließend zieht ein Festumzug mit geschmückten Brauereigespannen durch die Stadt. Drei feste Bierzelte prägen das Fest: Binswanger mit Hasen-Bräu, Schaller mit Thorbräu und die Sterndl'Alm mit Riegele. Auf dem Platz mischen sich Hightech-Fahrgeschäfte, Achterbahnen und Riesenrad mit klassischen Schaustellerbetrieben, Schieß- und Losbuden. Freitags steigt traditionell das Feuerwerk. Dazu kommen Familientage mit ermäßigten Fahrpreisen. In den Zelten spielen an allen Abenden Kapellen und Partybands, tagsüber ist der Platz deutlich ruhiger.
Märkte mit Unterhaltung gibt es in Augsburg seit rund tausend Jahren, ursprünglich als Dulten am Weinmarkt in der heutigen Maximilianstraße. Weil Lärm und Gedränge in der Innenstadt zunahmen, wurde der Vergnügungsteil 1878 auf den Kleinen Exerzierplatz vor den Toren der Stadt verlegt - dort steht das Fest bis heute. Der Name leitet sich vom Lärm der Veranstaltung ab. 1927 fielen das Alkoholverbot und die ersten Bierzelte kamen dazu. Seit 1963 gehört ein Feuerwerk zum festen Programm. Bertolt Brecht widmete dem Fest um 1917 sein "Plärrerlied".
Das Besondere
Der Plärrer heißt nach dem Lärm, den er macht - der Name ist die Beschwerde der Anwohner, die zum Markennamen wurde. Er ist das größte Volksfest Schwabens und findet als einziges bayerisches Großvolksfest zweimal im Jahr statt, im Frühjahr und im Spätsommer.
Der Plärrer steht auf dem Kleinen Exerzierplatz an der Langenmantelstraße, Ecke Kesterstraße. Die Straßenbahnlinie 4 der Augsburger Verkehrsgesellschaft hält direkt an der Haltestelle Plärrer und fährt während des Fests dichter. Mit der Bahn steigt man am Hauptbahnhof oder in Augsburg-Oberhausen aus, beides rund 15 Gehminuten. Parkplätze sind knapp: ausgewiesene Flächen liegen an der Holzbachstraße sowie zwischen Holzbach-, Bad- und Schwimmschulstraße, Behindertenparkplätze an der Schwimmschulstraße. Reisebusse halten am Bus-Parkplatz Telekom, Taxistand ist an der Südseite der Badstraße.
Der Name kommt vom Lärm der alten Dulten in der Augsburger Innenstadt, der die Anwohner regelmäßig um den Schlaf brachte. Als der Vergnügungsteil 1878 vor die Stadt verlegt wurde, blieb der Spottname hängen. Heute ist er der offizielle Festname.
Der Frühjahrsplärrer liegt rund um Ostern und beginnt am Wochenende vor dem Ostersonntag. Er läuft gut zwei Wochen. Die zweite Ausgabe, der Herbstplärrer, fällt in den Spätsommer.
Drei feste Zelte: Binswanger mit Hasen-Bräu, Schaller mit Thorbräu und die 2012 dazugekommene Sterndl'Alm mit Riegele-Bier. In allen dreien spielen abends Kapellen und Partybands. Tischreservierungen laufen über die Zeltbetreiber.
Am einfachsten mit der Straßenbahnlinie 4 bis zur Haltestelle Plärrer. Vom Hauptbahnhof und vom Bahnhof Oberhausen sind es jeweils rund 15 Minuten zu Fuß. Parkplätze rund um den Festplatz sind stark begrenzt.
Traditionell freitags nach Einbruch der Dunkelheit. Das Freitagsfeuerwerk gehört seit 1963 zum Plärrer. Die genauen Termine stehen jeweils im Programm des Veranstalters.
Über beide Ausgaben zusammen werden rund 1,2 Millionen Besucher genannt, pro Fest etwa 600.000. Damit ist der Plärrer das größte Volksfest Schwabens und eines der größten in Bayern.
Bild oben: Robert Hösle · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons