
Dachau · Volksfest
Das Dachauer Volksfest ist das gesellschaftliche Ereignis des Jahres im Dachauer Land.
Rund zehn Tage im August wird auf der Ludwig-Thoma-Wiese unterhalb der Altstadt gefeiert, mit mehreren Festzelten, Blasmusik und einem Vergnügungspark. Es gilt als eines der preislich moderateren Volksfeste in Oberbayern.
Das nächste Dachauer Volksfest beginnt am 07.08.2027 – in 339 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 8.–17. August 2026 | 10 Tage | vorbei |
| 2027 | 7.–16. August 2027 | 10 Tage | Termin steht |
So wird der Termin bestimmt
Meist zehn Tage im August.
Der Startschuss fällt am ersten Samstag mit Standkonzert und Einzug vom Rathaus zur Festwiese, danach folgt der Bieranstich durch den Oberbürgermeister im großen Festzelt. In den zehn Tagen laufen fünf Festzelte mit Blasmusik und Partybands, dazu Fahrgeschäfte, Schießbuden und rund zwei Dutzend Imbissstände. Feste Programmpunkte sind ein Seniorennachmittag, ein Kindertag mit ermäßigten Fahrpreisen, ein reizarmer Nachmittag für Menschen mit Behinderung sowie das Bergkriterium, ein Radrennen mit Tradition seit 1961. Das Großfeuerwerk wird vom Schlossgarten aus abgeschossen und dauert etwa zwanzig Minuten. Zum Abschluss gibt es einen Familientag. Der Glückshafen läuft über die gesamte Festzeit.
Die Wurzeln des Fests liegen in Pferderennen, die in Dachau bereits im 17. Jahrhundert stattfanden; überliefert ist das Jahr 1652. 1887 wurden die Rennen mit einer landwirtschaftlichen Zuchtviehschau zusammengelegt – das ist der Ursprung des heutigen Volksfests. In den 1920er Jahren zog das Fest auf die Ludwig-Thoma-Wiese um, wo es bis heute stattfindet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es Ende der 1940er Jahre wieder als jährliche Veranstaltung aufgenommen. Der Glückshafen, eine Lotterie zugunsten wohltätiger Zwecke, besteht seit 1894, der Kinderfestzug seit 1953.
Das Besondere
Dachau ist eines der wenigen großen oberbayerischen Volksfeste, bei denen die Wirte den Bierpreis untereinander im Wettbewerb festlegen – die Maß ist deutlich günstiger als auf vergleichbaren Festen. Dazu kommt das Feuerwerk vor der Kulisse des Dachauer Schlosses.
Festplatz ist die Ludwig-Thoma-Wiese direkt unterhalb der Dachauer Altstadt. Vom Bahnhof Dachau sind es rund zehn Minuten zu Fuß, die S-Bahn aus München fährt dicht getaktet – das ist der bequemste Weg. Mit dem Rad stehen etwa 1.000 Abstellplätze bereit, davon ein bewachter Teil gegen Gebühr. Autofahrer finden mehrere Parkflächen im Umfeld sowie Parkhäuser in der Altstadt; an Wochenenden sind diese schnell voll. Stadtbusse verbinden die Ortsteile mit dem Festgelände.
Das Fest läuft in der Regel zehn Tage im August, traditionell rund um Mariä Himmelfahrt. Beginn ist meist an einem Samstag, das Ende fällt auf einen Sonntag oder Montag. Die genauen Termine gibt die Stadt Dachau jährlich bekannt.
Auf der Ludwig-Thoma-Wiese unterhalb der Dachauer Altstadt. Der Platz wird seit den 1920er Jahren für das Volksfest genutzt. Vom Bahnhof Dachau sind es etwa zehn Minuten zu Fuß.
Auf der Festwiese stehen fünf Zelte unterschiedlicher Größe. Das größte fasst mehrere tausend Besucher, die kleineren sind ruhiger. In allen gibt es bayerische Küche, Blasmusik und abends Livebands.
Das Großfeuerwerk findet an einem festen Abend während der Festwoche statt und wird vom Schlossgarten aus abgeschossen. Es dauert etwa zwanzig Minuten. Bei schlechtem Wetter gibt es einen Ausweichtermin.
Nein, der Zutritt zur Festwiese und zu den Zelten ist frei. Bezahlt werden nur Speisen, Getränke und Fahrgeschäfte. Tischreservierungen laufen direkt über die Festwirte.
Ja. Am Eröffnungstag ziehen Trachtler, Musikkapellen und Vereine vom Rathaus zur Festwiese, anschließend folgt der Bieranstich. Zusätzlich gibt es seit 1953 einen eigenen Kinderfestzug.
Bild oben: Dietmar Rabich · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons