
München · Volksfest
Das Münchner Frühlingsfest ist die kleine Schwester des Oktoberfests: gleiche Theresienwiese, gleiche Schausteller, deutlich weniger Gedränge.
Zwei Bierzelte, ein Weißbiergarten und über hundert Fahr- und Schaugeschäfte machen daraus ein Volksfest, das man an einem Abend schafft. Wer Wiesn-Stimmung ohne Wiesn-Massen sucht, fährt im Frühjahr hin.
Das nächste Münchner Frühlingsfest beginnt am 16.04.2027 – in 226 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 17. April – 10. Mai 2026 | 24 Tage | vorbei |
| 2027 | 16. April – 2. Mai 2027 | 17 Tage | Termin steht |
So wird der Termin bestimmt
Meist ab Mitte/Ende April, gut drei Wochen.
Los geht es am ersten Freitag mit einem Einzug der Schausteller: Prunkwagen, Pferdegespanne und Musikkapellen ziehen über die Theresienwiese, danach wird das erste Fass angezapft. Ausgeschenkt wird von Augustiner und Paulaner, in den Zelten aus dem Holzfass. Neben den zwei Bierzelten gibt es einen Weißbiergarten und mehrere kleinere Gastronomiestände. Über 100 Schausteller bespielen den Platz mit Riesenrad, Geisterbahnen, Kinderkarussells, einer besonders langen transportablen Rutschbahn und einer mobilen Go-Kart-Bahn. An zwei Freitagabenden steigt jeweils ein Feuerwerk vom südlichen Teil der Theresienwiese. Mittwochs ist Familientag mit ermäßigten Fahrpreisen, dazu kommen Flohmarkt, Oldtimertreffen und ein Tag der Tracht.
Das Frühlingsfest auf der Theresienwiese gibt es seit Mitte der 1960er Jahre; die Quellen nennen 1964 und 1965 als erstes Jahr. Getragen wird es von den Münchner Schaustellern, die damit neben dem Oktoberfest eine zweite Festzeit im Jahr etablierten. Angelegt war es von Anfang an kleiner: weniger Zelte, kürzere Laufzeit, niedrigere Preise. Über die Jahrzehnte kamen feste Bestandteile hinzu, etwa der Flohmarkt am Eröffnungswochenende und seit 2004 ein jährlich neu gestalteter, limitierter Sammlerkrug. Heute gilt das Fest als Auftakt der Münchner Festsaison und zieht rund eine Viertelmillion Besucher an.
Das Besondere
Das Frühlingsfest nutzt denselben Platz wie das Oktoberfest, bleibt aber überschaubar: zwei Zelte statt vierzehn, kein Reservierungszwang, entspannteres Publikum. Das Bier kommt in beiden Zelten aus dem Holzfass. Der Flohmarkt am Eröffnungswochenende ist einer der größten in München.
Festplatz ist die Theresienwiese mitten in München. Direkt darunter liegt die U-Bahn-Station Theresienwiese (U4/U5), fußläufig sind Goetheplatz und Poccistraße (U3/U6) sowie die S-Bahn-Station Hackerbrücke. Vom Hauptbahnhof läuft man rund zehn Minuten. Eigene Parkplätze gibt es am Festgelände nicht, die umliegenden Viertel sind weitgehend Anwohnerparkzone. Öffentliche Verkehrsmittel sind klar die bessere Wahl, abends fahren U-Bahn und Tram dicht getaktet.
Der Zutritt zum Festgelände ist frei. Bezahlt wird nur, was man konsumiert oder fährt. Auch die Bierzelte kann man ohne Eintritt betreten.
Es gibt zwei Bierzelte, dazu einen Weißbiergarten und mehrere kleinere Gastronomiebetriebe. Damit ist das Fest deutlich kompakter als das Oktoberfest mit seinen großen Festzelten.
Werktags und am frühen Abend findet man meist ohne Reservierung einen Platz. Für Freitag- und Samstagabend sowie für größere Gruppen ist eine Reservierung sinnvoll. Reserviert wird direkt beim jeweiligen Zeltbetrieb.
Traditionell gibt es zwei Feuerwerke, jeweils an einem Freitagabend, gezündet vom südlichen Teil der Theresienwiese. Die genauen Termine stehen im Programm des jeweiligen Jahres.
Beide finden auf der Theresienwiese statt, das Frühlingsfest ist aber viel kleiner: zwei Zelte statt vierzehn, rund 250.000 statt mehrerer Millionen Besucher. Es ist entspannter, weniger touristisch und die Wartezeiten an den Fahrgeschäften sind kürzer.
Ja. Es gibt zahlreiche Kinderkarussells, Kinderfahrgeschäfte und Laufgeschäfte. Am Familientag mittwochs sind die Fahrpreise reduziert.
Bild oben: Strubbl · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons