
München · Volksfest
Die Oide Wiesn ist der historische Teil des Oktoberfests im Süden der Theresienwiese.
Statt Party-Musik und Massenandrang gibt es alte Fahrgeschäfte, Blasmusik, Volkstanz und Volkssängerzelte auf einem abgetrennten Areal mit eigenem Eintritt. Wer die Wiesn mag, aber das Gedränge nicht, fährt hierher.
Das nächste Oide Wiesn beginnt am 19.09.2026 – in 17 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 19. September – 4. Oktober 2026 | 16 Tage | Termin steht |
| 2027 | 18. September – 3. Oktober 2027 | 16 Tage | Termin steht |
So wird der Termin bestimmt
Findet parallel zum Oktoberfest statt (in Jahren ohne Zentrale Landwirtschaftsausstellung).
Die Oide Wiesn läuft parallel zum Oktoberfest und über denselben Zeitraum. Anders als der Rest der Wiesn ist das Areal eingezäunt, für den Zutritt wird ein geringer Eintritt verlangt. Im Mittelpunkt stehen die Zelte: das Festzelt Tradition mit rund 5.000 Plätzen, das Volkssängerzelt Schützenlisl, die Boandlkramerei und das Museumszelt des Münchner Stadtmuseums. Auf den Bühnen wechseln sich Blaskapellen, Volksmusik, Volkssänger und Volkstanzgruppen ab, tagsüber wird auch getanzt und mitgesungen. Dazwischen stehen historische Fahrgeschäfte und Schaubuden, ein Streichelzoo und Stände mit regionalen Schmankerln. Ausgeschenkt wird ein eigens gebrautes dunkles Festbier nach einer Rezeptur des frühen 19. Jahrhunderts.
Die Oide Wiesn entstand 2010 zum 200-jährigen Jubiläum des Oktoberfests als Historische Wiesn. Zum Auftakt gab es ein Pferderennen nach dem Vorbild von 1810, das danach nicht fortgeführt wurde. Der Zuspruch war deutlich höher als erwartet, weshalb der Stadtrat das Areal dauerhaft in die Wiesn übernahm. Seit 2013 betreibt das Münchner Stadtmuseum ein eigenes Museumszelt auf dem Gelände. In Jahren, in denen das Zentrale Landwirtschaftsfest stattfindet, entfällt die Oide Wiesn, weil beide Veranstaltungen dieselbe Fläche im Südteil der Theresienwiese brauchen.
Das Besondere
Es ist der einzige Teil des Oktoberfests mit Eintritt und gleichzeitig der ruhigste. Die Fahrgeschäfte sind historische Originale oder Nachbauten, das Bier ist ein dunkles Sonderbier, das es sonst nirgends gibt.
Die Oide Wiesn belegt den Südteil der Theresienwiese, also den Bereich Richtung Bavariaring und Poccistraße. Am nächsten liegen die U-Bahnhöfe Goetheplatz und Poccistraße (U3/U6), etwas weiter der Bahnhof Theresienwiese (U4/U5) und die Trambahn-Haltestellen an der Hermann-Lingg-Straße. Mit der S-Bahn steigt man an der Hackerbrücke aus. Parken ist rund um die Theresienwiese während der Wiesn faktisch aussichtslos, Anwohnerparken und Sperrungen greifen weiträumig. Anreise mit dem MVV ist die einzige sinnvolle Option.
Ja. Für das abgetrennte Areal wird ein geringer Eintritt verlangt, Kinder und Jugendliche kommen in der Regel frei hinein. Der Rest des Oktoberfests bleibt kostenlos. Den aktuellen Betrag nennt die offizielle Wiesn-Seite der Stadt München.
Im Südteil der Theresienwiese, auf dem Gelände, das sonst das Zentrale Landwirtschaftsfest nutzt. Das Areal ist eingezäunt und hat eigene Eingänge. Von der Hauptwiesn läuft man wenige Minuten dorthin.
Nein. In Jahren mit Zentralem Landwirtschaftsfest entfällt sie, weil beide dieselbe Fläche brauchen. Das ZLF findet in mehrjährigem Abstand statt. Ob die Oide Wiesn im jeweiligen Jahr läuft, steht rechtzeitig auf der Seite der Stadt München.
Die Oide Wiesn ist kleiner, ruhiger und historisch ausgerichtet. Musik ist Blasmusik und Volksmusik statt Partyband, die Fahrgeschäfte sind alt oder historisch nachgebaut, das Bier ist ein dunkles Sonderbier. Dafür wird Eintritt verlangt.
Am besten mit U-Bahn oder S-Bahn: U3/U6 bis Goetheplatz oder Poccistraße, U4/U5 bis Theresienwiese, S-Bahn bis Hackerbrücke. Von dort sind es wenige Gehminuten. Mit dem Auto ist die Anreise während der Wiesn nicht praktikabel.
Ja, sie gilt als der familienfreundlichste Teil des Oktoberfests. Die historischen Karussells sind langsam, das Gelände überschaubar, und es gibt einen Streichelzoo. Nachmittags ist es am ruhigsten.
Bild oben: Hausstaubmilbe · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons