
Bad Kissingen · Historisches Fest
Beim Rakoczy-Fest spielt Bad Kissingen drei Tage lang seine Blütezeit als Weltbad nach. Ehrenamtliche Darsteller treten als Kaiserin Sisi, Bismarck oder Zar Alexander II.
auf und sind im ganzen Kurbereich unterwegs. Es ist das größte Stadtfest der Stadt und kein Bierzeltfest, sondern ein historisches Schauspiel.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 24.–26. Juli 2026 | 3 Tage | vorbei |
So wird der Termin bestimmt
Drei Tage im Juli.
Das Fest läuft von Freitag bis Sonntag und bespielt Kurgarten, Innenstadt und das Ufer der Fränkischen Saale. Beim Programmpunkt Die Saale brennt verwandelt sich der Fluss in ein Lichtermeer, durch das historische Figuren in Booten gleiten. Im Max-Littmann-Saal steigt der Rakoczy-Ball mit Livemusik und einer Polonaise durch den Kurgarten. Über das Wochenende verteilt gibt es Morgen- und Platzkonzerte, eine Reiterquadrille des Reitervereins, Autogrammstunden mit den kostümierten Darstellern und eine festliche Illumination der Gartenanlagen. Höhepunkt ist der große historische Festzug am Sonntagnachmittag mit Kutschen, blumengeschmückten Festwagen und historischen Kostümen. Am Sonntagabend beschließt ein Feuerwerk das Fest.
Das Fest erinnert an die Wiederentdeckung der Rakoczy-Quelle im Jahr 1737 durch den Baumeister Balthasar Neumann und den Apotheker Georg Anton Boxberger. Benannt ist die Quelle nach dem ungarischen Freiheitskämpfer Franz II. Rákóczi, der zu jener Zeit sehr populär war, Bad Kissingen selbst aber nie besucht hat. Die Quelle trug maßgeblich dazu bei, dass der Ort im 19. Jahrhundert zum Weltbad aufstieg. Seit 1950 wird das Rakoczy-Fest jährlich am letzten Juli-Wochenende über drei Tage gefeiert. Getragen wird es von der Stadt und einem eigenen Förderverein.
Das Besondere
Die ganze Stadt wird zur Bühne: Statt Fahrgeschäften und Bierzelt gibt es kostümierte Darsteller berühmter Kurgäste, die drei Tage lang in ihren Rollen bleiben und für Fotos und Autogramme ansprechbar sind. Sisi und Franz Joseph, Bismarck, Zar Alexander II., bayerische Könige, Prinzregent Luitpold, Rossini und Fontane gehören zum festen Ensemble.
Gefeiert wird mitten im Kurbereich: Kurgarten, Innenstadt und Saale-Ufer bilden zusammen das Festgelände. Der Bahnhof Bad Kissingen wird im Regionalverkehr angefahren und liegt in Gehweite der Kuranlagen. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die Anschlüsse an der A7. Während des Fests ist mit Sperrungen im Zentrum zu rechnen, geparkt wird in den Parkhäusern und auf Parkplätzen am Rand der Innenstadt. Die Tourist-Information im Arkadenbau im Kurgarten ist Anlaufstelle vor Ort.
Das Fest ist nach der Rakoczy-Quelle benannt, die 1737 wiederentdeckt wurde. Die Quelle wiederum trägt den Namen des ungarischen Freiheitskämpfers Franz II. Rákóczi, der damals in Europa sehr populär war.
Nein. Der Namensgeber hat den Ort nie besucht. Die Quelle wurde nach ihm benannt, weil er zur Zeit ihrer Wiederentdeckung eine bekannte und beliebte Figur war.
Drei Tage lang spielt Bad Kissingen seine Zeit als Weltbad nach. Kostümierte Darsteller verkörpern berühmte Kurgäste, dazu gibt es Konzerte, den Rakoczy-Ball, die Reiterquadrille, Die Saale brennt und am Sonntag den großen historischen Festzug mit abschließendem Feuerwerk.
Ein Abendprogrammpunkt, bei dem die Fränkische Saale in ein Lichtermeer verwandelt wird. Historische Figuren gleiten dabei in Booten über den Fluss. Es ist einer der ruhigeren, aber bekanntesten Momente des Fests.
Ehrenamtliche stellen berühmte frühere Kurgäste dar, darunter Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Joseph, Otto von Bismarck, Zar Alexander II., bayerische Könige, Prinzregent Luitpold sowie Rossini und Theodor Fontane.
Am Sonntagnachmittag, als Höhepunkt des Wochenendes. Er zieht mit Kutschen, blumengeschmückten Festwagen und historischen Kostümen durch die Stadt. Am Abend folgt das Abschlussfeuerwerk.
Bild oben: Hoetger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons