Viehscheid Gunzesried in Blaichach (Gunzesried)

Blaichach (Gunzesried) · Viehscheid

Viehscheid Gunzesried

Der Viehscheid in Gunzesried, einem Ortsteil von Blaichach, gehört zu den größten im Oberallgäu: 14 Herden aus 19 Alpen im Gunzesrieder Hochtal treiben zusammen mehr als 1.500 Tiere zu Tal.

Der Termin liegt traditionell an einem Donnerstag Mitte September und beginnt bereits gegen 9 Uhr mit den ersten Herden. Das Gunzesrieder Hochtal zählt zu den ursprünglichsten Alpwirtschaftsgebieten im Oberallgäu, was die große Zahl beteiligter Alpen erklärt.

Termine 2026 und 2027

Das nächste Viehscheid Gunzesried beginnt am 17.09.2026 – in 14 Tagen.

JahrTerminDauerStatus
202617.09.20261 TageTermin steht
202716.09.20271 Tagevoraussichtlich

So wird der Termin bestimmt

Liegt traditionell am dritten Donnerstag im September.

Was einen erwartet

Ab etwa 9 Uhr treffen die ersten der 14 Herden ein, bis 12.15 Uhr ziehen nach und nach alle 19 Alpen mit ihren Tieren am Scheidplatz vorbei. Um 11 Uhr beginnt parallel das Festprogramm im Zelt, dazu kommt ein Handwerkermarkt. Die Blaskapelle Bihlerdorf-Ofterschwang begleitet den Umzug musikalisch. Der Handwerkermarkt bietet neben Speisen auch traditionelle Produkte wie Filzarbeiten und Holzschnitzereien aus der Region.

  • 19 Alpen, 14 Herden, über 1.500 Tiere
  • Detaillierter Zeitplan von 9 bis 12.15 Uhr
  • Festbeginn um 11 Uhr mit Handwerkermarkt
  • Blaskapelle Bihlerdorf-Ofterschwang
  • Einer der größten Viehscheide im Oberallgäu

Geschichte

Das Gunzesrieder Hochtal zählt zu den alpwirtschaftlich am stärksten genutzten Tälern im Oberallgäu, entsprechend groß ist die Zahl der beteiligten Alpen. Wie andernorts war der Viehscheid ursprünglich reine Aufgabe der Alpgenossenschaften, die ihre gemeinsam gesömmerten Tiere im Herbst wieder den einzelnen Höfen zuordneten; die musikalische Umrahmung durch die Blaskapelle Bihlerdorf-Ofterschwang kam erst später hinzu. Die alljährlich veröffentlichte Liste der 19 beteiligten Alpen mit Namen und Ankunftszeit ist im Allgäu ungewöhnlich detailliert und erleichtert die Planung erheblich.

Das Besondere

Mit 14 Herden aus 19 Alpen und mehr als 1.500 Tieren zählt Gunzesried zu den größten Viehscheiden im gesamten Allgäu; der detaillierte veröffentlichte Zeitplan der einzelnen Alpen von 9 bis 12.15 Uhr ist ungewöhnlich genau. Die Kulisse des Gunzesrieder Hochtals mit dem Rindalphorn im Hintergrund gehört zu den fotogensten Plätzen der gesamten Allgäuer Viehscheid-Saison.

Anfahrt und Parken

Gunzesried liegt im gleichnamigen Hochtal südlich von Blaichach und ist mit dem Regionalbus ab Sonthofen erreichbar. Wegen der großen Zahl an Zuschauern ist die Zufahrt mit dem Auto am Veranstaltungstag eingeschränkt, ausgeschilderte Parkflächen am Taleingang sollten genutzt werden. Da der Zustrom in Gunzesried besonders groß ist, lohnt sich eine Anreise deutlich vor 9 Uhr, um noch einen Parkplatz in Taleingangsnähe zu finden.

Tipps für den Besuch

  1. Kommen Sie bereits gegen 9 Uhr, wenn Sie die ersten der insgesamt 14 Herden sehen möchten, der Zug zieht sich bis 12.15 Uhr.
  2. Reisen Sie nach Möglichkeit mit dem Bus an, da die Parkflächen im Tal begrenzt sind.
  3. Planen Sie wegen der großen Besucherzahl genug Zeit für die Anreise ein.
  4. Bringen Sie für Kinder etwas zu essen mit, der Vormittag zieht sich.
  5. Ziehen Sie wetterfeste Kleidung an, das Gelände am Scheidplatz ist Wiesengrund.
  6. Nutzen Sie den veröffentlichten Zeitplan der 14 Herden, um gezielt zur Ankunft der für Sie interessantesten Alpe vor Ort zu sein.

Häufige Fragen

Wann genau kommen die Tiere an?

Zwischen 9 und 12.15 Uhr treffen nacheinander 14 Herden aus 19 Alpen ein, ein detaillierter Zeitplan wird veröffentlicht.

Warum ist ein Tier geschmückt und ein anderes nicht?

Eine prächtig geschmückte Kranzkuh führt eine Herde nur an, wenn der Sommer auf der jeweiligen Alpe ohne Unfall verlief; nach einem Unglück fehlt der Schmuck.

Wo parkt man?

An ausgeschilderten Parkflächen am Taleingang von Gunzesried, die Busanreise ab Sonthofen ist wegen des großen Andrangs empfehlenswert. Beschilderte Ausweichparkplätze im Tal werden bei starkem Andrang zusätzlich geöffnet, Hinweisschilder weisen den Weg.

Ist der Zutritt frei?

Ja, der Handwerkermarkt und das Zusehen am Scheidplatz sind kostenlos, im Festzelt zahlt man für Essen und Getränke.

Ist der Viehscheid für Kinder geeignet?

Ja, wegen der großen Besucherzahl sollten Kinder aber an der Hand bleiben.

Was passiert bei einer Absage?

Eine Komplettabsage ist selten; stirbt ein Tier auf einer der 19 Alpen, zieht nur deren Herde ohne Schmuck und ohne Musik ein.

Wie lange dauert das Fest im Anschluss?

Das Festzelt mit Blaskapelle läuft ab 11 Uhr bis in den Nachmittag.

Bild oben: Ursula Jaeger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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