Volles Festzelt

Ratgeber

Festzelt reservieren: wann, wie und ob überhaupt nötig

Bei manchen Festen kommt man ohne Reservierung am Samstagabend nicht ins Zelt, bei anderen ist sie überflüssig. Was man wissen sollte, bevor man losfährt.

Die Grundregel

Je größer das Fest und je später der Abend, desto eher braucht man eine Reservierung. Bei den ganz großen Festen – Oktoberfest, Gäubodenvolksfest, Bergkirchweih – sind die Zelte an den Wochenendabenden voll, und ohne reservierten Tisch steht man draußen. Werktags mittags kommt man dagegen fast überall spontan unter. Bei kleineren Stadt- und Dorffesten ist eine Reservierung meist gar nicht vorgesehen.

Wann man reservieren sollte

Die Zeltwirte öffnen die Reservierung meist mehrere Monate vor dem Fest, beim Oktoberfest oft schon im Frühjahr. Für ein Wochenende sollte man sich melden, sobald die Termine feststehen; für einen Wochentag reicht oft ein Anruf zwei Wochen vorher. Reserviert wird direkt beim Zeltwirt, nicht beim Fest – die Kontaktdaten stehen auf der offiziellen Seite des Veranstalters, die auf jeder Festseite hier verlinkt ist.

Was Mindestverzehr bedeutet

Bei vielen großen Zelten gibt es Tische nicht einzeln, sondern nur als Ganzes für acht bis zehn Personen, und dazu einen festgelegten Mindestverzehr in Form von Gutscheinen für Essen und Getränke. Man bezahlt also im Voraus und isst und trinkt den Betrag dann ab. Das ist keine Gebühr, sondern Guthaben – wer die Runde ohnehin vorhatte, zahlt nichts extra.

Ohne Reservierung ins Zelt

Es geht, mit drei Tricks. Erstens: früh kommen, in den großen Zelten sind vormittags alle unreservierten Tische frei. Zweitens: unter der Woche gehen. Drittens: den Mittelgang meiden und im Außenbereich oder Garten schauen – dort wird selten reserviert. Und wer nur eine Maß trinken will, findet fast immer einen Platz an einem Tisch, an dem noch nicht alle Plätze belegt sind. Nachfragen ist üblich und gehört dazu.

Bild oben: Jonathan Grundmann · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons