
München · Dult
Die Kirchweihdult ist die dritte und letzte der drei Auer Dulten im Jahr.
Auf dem Mariahilfplatz in der Münchner Au treffen ein riesiger Geschirr- und Trödelmarkt und ein altmodischer Vergnügungsteil aufeinander. Wer Porzellan, Antiquitäten und Nostalgie statt Bierzeltlärm sucht, ist hier richtiger als auf jedem Volksfest.
Das nächste Auer Dult – Kirchweihdult beginnt am 17.10.2026 – in 45 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 17.–25. Oktober 2026 | 9 Tage | Termin steht |
| 2027 | 16.–24. Oktober 2027 | 9 Tage | voraussichtlich |
So wird der Termin bestimmt
Rund um die Kirchweih Mitte/Ende Oktober, neun Tage von Samstag bis Sonntag.
Die Kirchweihdult läuft neun Tage, von Samstag bis zum Sonntag der Folgewoche. Es gibt keinen Anstich und keinen Festzug wie beim Volksfest, sondern zwei Hälften, die ineinander übergehen. Auf rund 22.000 Quadratmetern verkaufen etwa 250 bis 300 Händler und Schausteller Geschirr, Porzellan, Keramik und Haushaltswaren, dazu Antiquitäten, antiquarische Bücher, Sammlerstücke und Trödel. Der Vergnügungsteil ist bewusst altmodisch gehalten: Kettenkarussell, Kinderkarussells, Schiffschaukel und Autoscooter statt großer Fahrgeschäfte. Bierzelte und Biergärten versorgen die Besucher mit bayerischer Küche. Ein Feuerwerk gehört nicht zum Programm; das Publikum kommt zum Bummeln, nicht zum Schauprogramm.
Dult bedeutete ursprünglich Kirchweihfest: Händler bauten ihre Stände rund um Kirchen auf. Die erste Jakobidult ist für 1310 am Anger belegt, dem heutigen St.-Jakobs-Platz. 1796 verlieh Kurfürst Karl Theodor der Vorstadt Au das Recht, zweimal im Jahr eine Dult abzuhalten; ab 1799 fanden diese Märkte im Mai und Oktober rund um die damalige Wallfahrtskirche Mariahilf statt. Mit der Eingemeindung der Au 1854 wurde die Dult endgültig Münchner Institution. Seit 1905 gibt es drei Dulten pro Jahr auf dem Mariahilfplatz: Maidult, Jakobidult und Kirchweihdult. Unterbrochen wurde die Reihe nur 1943 bis 1946 und 2020.
Das Besondere
Die Auer Dult gilt als größter Geschirrmarkt Europas. Sie verbindet Antiquitäten- und Trödelmarkt mit einem nostalgischen Vergnügungspark und ist damit deutlich ruhiger und kleinteiliger als die großen Münchner Volksfeste.
Festplatz ist der Mariahilfplatz im Stadtteil Au. Die Tram 18 hält direkt am Platz, an Dult-Wochenenden verdichtet die MVG den Takt. Die Buslinien 52 und 62 fahren ebenfalls den Mariahilfplatz an, mit der U1 oder U2 steigt man an der Fraunhoferstraße oder am Kolumbusplatz aus und geht ein kurzes Stück. Rund um den Platz gibt es keine Parkplätze, der Veranstalter rät vom Auto ausdrücklich ab. Behindertenparkplätze stehen an der Nordseite bereit, kostenlose Fahrradstellplätze im Norden und Süden des Platzes.
Die Auer Dult ist ein traditioneller Markt auf dem Mariahilfplatz in der Münchner Au. Sie verbindet einen sehr großen Geschirr-, Haushaltswaren- und Antiquitätenmarkt mit einem kleinen, altmodischen Vergnügungsteil. Ihre Wurzeln reichen als Kirchweihmarkt bis ins Mittelalter zurück.
Dreimal. Seit 1905 gibt es die Maidult im Frühjahr, die Jakobidult im Sommer und die Kirchweihdult im Herbst. Alle drei finden auf dem Mariahilfplatz statt und dauern jeweils neun Tage von Samstag bis Sonntag.
Die Kirchweihdult ist die dritte Dult des Jahres und liegt rund um die Kirchweih im Oktober. Sie beginnt am Samstag vor dem dritten Sonntag im Oktober. Vom Angebot her unterscheidet sie sich kaum von Mai- und Jakobidult.
Der Schwerpunkt liegt auf Geschirr, Porzellan, Keramik und Haushaltswaren. Dazu kommen Antiquitäten, antiquarische Bücher, Sammlerstücke, Gebrauchtwaren und Trödel. Die Dult gilt als größter Geschirrmarkt Europas.
Am besten mit der Tram 18, die direkt am Mariahilfplatz hält. Auch die Buslinien 52 und 62 fahren dorthin, von den U-Bahnhöfen Fraunhoferstraße und Kolumbusplatz geht man ein kurzes Stück. Parkplätze gibt es rund um den Platz nicht.
Ja. Kettenkarussell, Kinderkarussells, Schiffschaukel und Autoscooter sind auf jüngere Besucher zugeschnitten. Große Fahrgeschäfte wie auf dem Oktoberfest gibt es nicht, dafür ist das Gelände überschaubar.
Bild oben: Flocci Nivis · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons