
München · Festival
Tollwood im Olympiapark Süd ist kein Volksfest, sondern ein ökokulturelles Festival: Konzerte, Theater, Zirkus, Kunsthandwerkermarkt und durchgehend biozertifizierte Gastronomie.
Das Gelände ist frei zugänglich, ein großer Teil des Programms kostet nichts. Rund vier Wochen lang ist der Olympiapark ein eigener Ort mit eigenem Publikum.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 19. Juni – 19. Juli 2026 | 31 Tage | vorbei |
So wird der Termin bestimmt
Von Mitte Juni bis Mitte Juli.
Es gibt keinen Anstich und keinen Umzug – Tollwood funktioniert anders. Kern sind mehrere Zeltbühnen und Freiflächen: eine große Musik-Arena für Konzerte, Theater- und Varietézelte für Schauspiel, Nouveau Cirque und Kabarett, dazu Straßenkunst und Walking Acts auf dem Gelände. Der Markt der Ideen bringt über 200 Stände mit Kunsthandwerk, Textilien und Design aus aller Welt. Rund fünfzig Gastronomiebetriebe kochen ausschließlich mit biozertifizierten Zutaten, von bayerisch bis international. Die großen Konzerte in der Musik-Arena sind ticketpflichtig, viele Bühnen, Ausstellungen und Aktionen auf dem Gelände sind kostenlos zugänglich. Dazu laufen jedes Jahr Umwelt- und Tierschutzkampagnen mit eigenen Aktionsflächen.
Tollwood entstand im Sommer 1988, als Uwe Kleinschmidt und Rita Rottenwallner das Programm einer kleinen Spielstätte zu einem ökokulturellen Festival im Olympiapark ausbauten. Beim ersten Durchgang Anfang Juli 1988 traten überwiegend lokale Künstler auf, darunter Konstantin Wecker und die Biermösl Blosn. Ab 1991 kamen internationale Namen dazu, 1992 startete zusätzlich ein Winterfestival. Seit 2003 ist die gesamte Festivalgastronomie biozertifiziert. Für sein Umweltengagement erhielt Tollwood die Bayerische Staatsmedaille. Aus dem lokalen Sommerprogramm wurde eines der größten Kulturfestivals Deutschlands.
Das Besondere
Tollwood verbindet Kulturprogramm, Markt und politische Kampagnenarbeit unter einem Dach. Die Gastronomie ist seit 2003 komplett biozertifiziert, was in dieser Größenordnung selten ist. Das Festivalgelände selbst kostet keinen Eintritt.
Das Sommerfestival findet im Olympiapark Süd statt. Nächster Bahnanschluss ist die U-Bahn-Station Olympiazentrum (U3), von dort läuft man durch den Park zum Gelände; auch die Station Petuelring (U3) und mehrere Tram- und Buslinien am Olympiapark sind fußläufig. Für Autofahrer gibt es die Parkflächen am Olympiapark, die an Konzertabenden aber schnell voll sind. Fahrradstellplätze stehen an den Eingängen bereit. Öffentliche Anreise ist an starken Abenden klar die schnellere Variante.
Das Festivalgelände ist frei zugänglich. Eintritt kostet nur ein Teil des Programms, vor allem die Konzerte in der Musik-Arena und einzelne Theater- und Zirkusproduktionen. Markt, Gastronomie und viele kleinere Bühnen sind kostenlos.
Im Olympiapark Süd in München. Das Winterfestival dagegen läuft auf der Theresienwiese. Beide werden vom selben Veranstalter organisiert.
Ja. Seit 2003 ist die gesamte Festivalgastronomie biozertifiziert. Das gilt für alle Betriebe auf dem Gelände, unabhängig von der Küchenrichtung.
Ja, es gibt Kinder- und Familienprogramm, Mitmachaktionen und Straßenkunst. Bei großen Abendkonzerten wird es allerdings voll und laut, für kleine Kinder ist der frühe Nachmittag angenehmer.
Es läuft rund vier Wochen im Hochsommer, üblicherweise von Mitte Juni bis Mitte Juli. Die genauen Termine gibt der Veranstalter jedes Jahr neu bekannt.
Der Kunsthandwerkermarkt des Festivals mit über 200 Ständen. Verkauft werden Handwerk, Schmuck, Textilien und Design, viel davon aus internationaler Fertigung und mit Fair-Trade-Bezug.
Bild oben: Strubbl · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons