
München · Festival
Das Tollwood Winterfestival verwandelt die Theresienwiese von Ende November bis kurz vor Weihnachten in ein Zeltdorf aus Kunsthandwerkermarkt, Bio-Gastronomie, Konzerten und Zirkus.
Der Markt und der Großteil des Programms sind kostenlos, Geld kostet nur, wer ins große Zirkuszelt oder zu bestimmten Konzerten will. Es ist die Alternative zum klassischen Christkindlmarkt: internationaler, lauter, politischer.
Das nächste Tollwood Winterfestival beginnt am 24.11.2026 – in 83 Tagen.
| Jahr | Termin | Dauer | Status |
|---|---|---|---|
| 2026 | 24. November – 23. Dezember 2026 | 30 Tage | Termin steht |
So wird der Termin bestimmt
Ende November bis kurz vor Weihnachten.
Das Winterfestival läuft über rund vier Wochen und besteht aus mehreren Zeltbereichen. Kern ist der Markt der Ideen mit über 200 Ständen für Kunsthandwerk, Schmuck, Textilien und Spielzeug aus vielen Ländern. Daneben stehen der Hexenkessel als Gastronomie- und Showzelt, der Weltsalon mit Vorträgen und Diskussionen zu Umwelt- und Sozialthemen sowie das große Zirkuszelt, in dem internationale Zirkus- und Tanzproduktionen laufen. Auf dem Gelände treten Straßenkünstler, Walk-Acts, Feuershows und regionale Bands auf, dazu gibt es Eisstockbahnen und Kunstinstallationen. Die Gastronomie ist durchgängig bio-zertifiziert. Der Marktbetrieb endet kurz vor Weihnachten, einzelne Veranstaltungen laufen bis Silvester.
Tollwood entstand 1988 als Sommerfestival im Olympiapark. 1991 kam das Winterfestival dazu, zunächst am Roncalliplatz und später an der Arnulfstraße. Seit dem Jahr 2000 findet es auf der Theresienwiese statt, also auf dem Oktoberfestgelände. Veranstalterin ist die Tollwood GmbH mit Sitz in München. Ein prägender Schritt war die vollständige Bio-Zertifizierung der Festivalgastronomie im Winter 2003, die bis heute Markenzeichen ist. Von Beginn an verbindet das Festival Kultur mit Umwelt- und Gesellschaftsthemen.
Das Besondere
Tollwood ist kein Weihnachtsmarkt im üblichen Sinn, sondern ein Kulturfestival mit Marktteil. Die komplette Gastronomie ist bio-zertifiziert, und der weit überwiegende Teil des Programms ist eintrittsfrei. Kaufkarten gelten am Veranstaltungstag als MVV-Fahrschein.
Das Festival steht auf der Theresienwiese mitten in München. Direkt am Haupteingang liegt der U-Bahnhof Theresienwiese (U4/U5), alternativ Schwanthalerhöhe an derselben Linie oder Goetheplatz an U3/U6. Die Trambahnlinien 18 und 19 halten an der Holzapfelstraße und der Hermann-Lingg-Straße, dazu kommen mehrere Buslinien und der S-Bahn-Halt Hackerbrücke. Nachts fahren Nachtlinien. Auf der Theresienwiese gibt es nur wenige kostenpflichtige Stellplätze, Behindertenparkplätze sind vorhanden. Der Veranstalter empfiehlt ausdrücklich die Anreise mit dem MVV; Eintrittskarten gelten am Tag der Veranstaltung als Fahrschein.
Der Eintritt auf das Gelände und zum Markt der Ideen ist frei. Kostenpflichtig sind nur ausgewählte Veranstaltungen, vor allem die Produktionen im großen Zirkuszelt und einzelne Konzerte. Der Veranstalter gibt an, dass über 90 Prozent des Programms kostenlos ist.
Auf der Theresienwiese in München, also auf dem Oktoberfestgelände. Der Haupteingang liegt am U-Bahnhof Theresienwiese. Das Gelände besteht aus mehreren großen Zelten und offenen Marktgassen dazwischen.
Das Winterfestival startet traditionell Ende November und läuft bis kurz vor Weihnachten, einzelne Veranstaltungen bis Silvester. Die genauen Termine des jeweiligen Jahres veröffentlicht der Veranstalter auf tollwood.de, meist im Spätsommer.
Am einfachsten mit der U4 oder U5 bis Theresienwiese, alternativ U3/U6 bis Goetheplatz oder S-Bahn bis Hackerbrücke. Die Trambahnen 18 und 19 halten in Laufweite. Parkplätze auf dem Gelände sind knapp und kostenpflichtig.
Nur teilweise. Der Markt der Ideen hat weihnachtliches Sortiment, das Festival ist aber vor allem ein Kulturfestival mit Konzerten, Zirkus, Theater und Diskussionsprogramm. Das Sortiment ist internationaler und kunsthandwerklicher als auf klassischen Christkindlmärkten.
Ja. Die Festivalgastronomie ist seit dem Winter 2003 vollständig bio-zertifiziert. Das gilt für alle Stände und Zelte auf dem Gelände.
Bild oben: fhgitarre · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons